Der NABU Emden unterstützt ausdrücklich die Maßnahmen zum Schutz der Wiesenvögel im Borssumer Hammrich.

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Auch wenn es zunächst schwer fällt zu akzeptieren, dass es sinnvoll sein kann, ein Biotop wie Janssens Tuun zu Gunsten eines anderen zu entfernen, so hilft es hier eines der letzten Vorkommen der Uferschnepfe und anderer Wiesenbrüter in Ostfriesland zu erhalten.

Überall in der ostfriesischen Marsch wurden in den letzten Jahrzenten Bäume in die freie Landschaft gepflanzt. Diese Bäume kommen natürlich anderen Vögeln zu Gute. Unseren heimischen Wiesenbrüter bringen sie (neben vielen anderen Faktoren) zunehmend in Bedrängnis.

Wenn wir auch in Zukunft Uferschnepfe, Kiebitz und Co zukünftig in unserer Heimat beobachten wollen, müssen wir Ihnen ein entsprechendes Habitat zur Verfügung stellen. Das wird flächendeckend natürlich weder möglich, noch sinnvoll sein, aber wir können Ihnen partiell hier und dort einige Areale so aufbereiten, dass sie möglichst ideale Bedingungen vorfinden.

Dazu gehören neben der Entfernung von Gehölzen, einer partielle Vernässung, einer angepasste Bewirtschaftung auch vor allem eine intensiver Bejagung der Beutegreifer  wie Fuchs, Marder und Rabenkrähe.

Es gibt bereits mehrere Beispiele, wo ein solches Vorgehen den Bestand der Wiesenbrüter stabilisiert oder sogar wieder zu einem Anstieg der Populationen geführt hat. U.a. im Freepsumer Meer.