Erstmals britische Corona-Mutante im Landkreis Aurich festgestellt

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Landrat appelliert an Bevölkerung, Regeln weiterhin strikt einzuhalten

LKA/Aurich. Im Landkreis Aurich ist erstmals die britische Variante des Corona-Virus B.1.1.7 festgestellt worden. Der entsprechende Befund ging am Donnerstag beim Gesundheitsamt ein. Betroffen ist ein 30jähriger Mann aus der Krummhörn. Da er Kontakte zu zwei Pflegekräften des Awo-Wohnparks in Pewsum hatte, wurden diese in Quarantäne versetzt und es wurden Proben für eine PCR-Testung genommen. Bei den Pflegekräften bereits durchgeführte Schnelltests waren negativ ausgefallen.  Als Vorsichtsmaßnahme wurde die Pflegeeinrichtung für Besucher bis einschließlich Sonntag geschlossen. Kursierende Gerüchte, die gesamte Pflegeeinrichtung sei in Quarantäne versetzt worden, weist der Landkreis als unzutreffend zurück.

Derzeit gibt es keinen Anhalt für einen erhöhten klinischen Schweregrad einer Infektion mit der B.1.1.7 Variante. Erste laborexperimentelle Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass die derzeit in Deutschland zugelassenen Impfstoffe gegen Viren der Linie B1.1.7 wirksam sind.  Landrat Olaf Meinen appelliert vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse aber eindringlich an die Bevölkerung, sich nicht von den derzeit sehr niedrigen Inzidenzwerten im Landkreis Aurich täuschen zu lassen: „Die Situation ist und bleibt sehr dynamisch. Das zeigt der aktuelle Befund“, machte Meinen deutlich und fordert die Bürgerinnen und Bürger eindringlich dazu auf, die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln auch weiterhin strikt zu befolgen: „Nur so können wir der Ausbreitung des Corona-Virus Einhalt gebieten.“