Fehnroute erfolgreich: Corona lockte in den Fahrradsattel

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Mitglieder der Ferienstraße halten Versammlung online ab / Für 2021 optimistisch: Interesse an Radreisen steigt weiter

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft der Deutschen Fehnroute (DFR) haben ihre Versammlung kürzlich coronabedingt online abgehalten. Geschäftsführer Kurt Radtke und Koordinator Uli Schmunkamp gaben einen Rückblick auf die vergangene Saison und informierten über Neuerungen und Zahlen aus 2020.

Einmalige Fehnkultur

Die sahen trotz Pandemie gut aus. „Wir waren im Coronajahr erfolgreicher als im Vorjahr. Die DFR ist unsere erfolgreichste, etablierteste Route“, sagt Radtke. Die Fehnroute als Deutsche Ferienstraße profitierte vom verstärkten Deutschland-Tourismus und von ihrem Alleinstellungsmerkmal: der deutschen Fehnkultur. „Alles rund um die Moorkolonisierung, natürlich vor allem die Kanäle mit den weißen Klappbrücken, lockt die Gäste an.“ Das Interesse an der Fehnkultur stieg aber auch bei den Einheimischen. Als Reisen nicht erlaubt waren, haben viele ihre Heimat per Rad neu entdeckt. Als es wieder möglich war, kamen auch die Urlauber. „Wir hoffen, dass diese Radtouristen in Zukunft wieder zu uns in die Region kommen und dann für längere Zeit eine Ferienwohnung mieten.“

Rad-Tourismus ist Gewinner

Insbesondere bei den Radwanderangeboten stiegen die Buchungszahlen – obwohl Urlauber ihre gebuchte Reise wegen der Einschränkung im Frühjahr nicht antreten konnten. Nach den Lockerungen stieg das Interesse am Radurlaub wieder deutlich an.

Daher sind Radtke und Schmunkamp auch optimistisch, was diese und nächste Saison angeht. Sie rechnen wieder mit guten Zahlen. Dafür sprechen viele Prospektanfragen im DFR-Büro, aber auch Umfragen von verschiedenen Instituten wie zum Beispiel dem ADFC: Es ist ein bundesweiter Trend zu erkennen. Corona lockt die Deutschen in den Fahrradsattel. Es gibt nicht nur mehr Radfahrer im Alltag, sondern die Leute planen auch deutlich mehr Radreisen als in den Jahren vor Corona. Dabei ist für die Fehnrouten-Spezialisten interessant: Auch die 18- bis 29-Jährigen liebäugeln deutlich stärker mit einer Radreise.

Onlinewerbung wirkt

Diese Nachricht passt sehr gut ins Konzept der Fehnroute. Sie hat in der vergangenen Saison verstärkt in Internetbeiträge und Onlinewerbung auf verschiedenen Kanälen, aber auch in die Digitalisierung im Hintergrund investiert. Das habe sich gelohnt. Es gab starke Steigerungen: 2019 besuchten 26.099 Nutzer auf die Internetseite der DFR, 2020 waren es mit 44.871 fast doppelt so viele. Auch Routen-Informationen, GPS-Tracks und Prospekte wurden zum Teil um das doppelte bis 23fache heruntergeladen.

„Deshalb ist das auserkorene Ziel für dieses Jahr, noch mehr in Onlinewerbung zu investieren und auch die Webseite weiter zu optimieren“, sagt Schmunkamp. „Wir wissen jetzt, es zahlt sich aus.“

Neue Hinweistafeln an Knotenpunkten

Auch in anderen Bereichen hat sich etwas getan: Auf Initiative von Bürgermeister Matthias Huber wurden in der Gemeinde Apen dort, wo Fehnroute und Ammerlandroute aufeinandertreffen, neue große Hinweistafeln aufgestellt. An den zwei Knotenpunkten werden die beiden Routen nun textlich, mit Bildern und Karte vorgestellt. Über einen QR-Code können mehr Informationen abgerufen werden.

Fehnroute im Navi

Informationen über die Fehnroute können bald auch per Navigationsgerät abgerufen werden. Ein namhafter Navi-Hersteller wird die DFR und die Internationale Dollardroute über seine Geräte verfügbar machen. Es wird dort auch ein neues Portal geben: Zielgruppe Caravaning-Touristen. „Ein interessanter neuer Vertriebskanal für uns in der wachstumsstärksten Urlaubsart der Deutschen“, sagt Kurt Radtke.